Corona-Pandemie.
Während sich
die Regierung abmüht mit allen möglichen Maßnahmen die Pandemie halbwegs in den
Griff zu bekommen veranstaltet die FPÖ gemeinsam mit dem rechtsextremen Rand
pausenlos Demos. Durch die Maskenpflicht sehen sie ihre Freiheit eingeschränkt
und die Impfung ist überhaupt das allerletzte.
Aber welche
Vorschläge hört man von den Blauen, um der Pandemie Herr zu werden? Keine.
Selbst als die Intensivstationen der Krankenhäuser bis zum Anschlag mit Corona
Patienten gefüllt waren, kam kein einziger vernünftiger Vorschlag von Kickl.
Teuerung,
Inflation, Kriegsverbrecher Putin.
Vor einem
Jahr griff Russland überfallsartig die Ukraine an, nachdem sie vor einigen
Jahren bereits die Krim annektiert haben. Daraufhin verhängte die EU und USA
Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Das Gas verteuerte sich und mit dem Gas
auch alles andere. Schließlich erkannte man die einmalige Chance, auf Kosten
von anderen in dieser Krise sehr viel Geld verdienen zu können. Die
Energiekonzerne machten es vor und viele andere Branchen zogen nach. Das Leben
wurde zunehmend unleistbar.
Die
Regierung versuchte, ebenso scheinbar hilflos wie in der Corona Krise mit
diversen Hilfspaketen zu retten, was zu retten ist, rettete aber
vorsichtshalber hauptsächlich die eigene Klientel. Schließlich muss man ja
seinen Ruf als „Hure der Reichen“ verteidigen.
Was machte
die FPÖ?
Sie schrie.
Laut wie immer. Gegen die Ausländer, die illegale Einwanderung. Kickl will eine
Mauer um Österreich bauen. Vorbild ist wahrscheinlich die Chinesische Mauer.
Pausenlos wird argumentiert, dass es im Vorjahr 100.000 Asylanträge in
Österreich gegeben hat und unser Land mit Ausländern überschwemmt wird. Nun,
100.000 Asylanträge klingt auf den ersten Blick einmal gewaltig. Aber was
bedeutet das? Tatsächlich in die Grundversorgung gelangten 92.815 Personen.
Zieht man davon die aus der Ukraine geflüchteten Menschen ab, so bleiben noch
36.351 Asylwerber aus Drittstaaten. Das klingt gleich weniger dramatisch und
entspricht der Realität.
Also,
nachdem die Ausländer doch nicht an allem schuld sind, welchen Vorschlag hat
die FPÖ, um Teuerung und Inflation einzubremsen? Kickl und seine
Schnürstiefelkumpanen wollen die Sanktionen gegen Russland sofort beenden, weil
diese ganz ganz böse sind. Sie wollen uns tatsächlich suggerieren, dass dann
alles wieder gut ist. Unerwähnt wird allerdings gelassen, dass die FPÖ noch
immer in einem Freundschaftsvertrag mit der Putin-Partei steckt. Aus diesem
Grund finden sie auch Waffenlieferungen an die Ukraine sehr schlecht.
Zusammenfassend
kann man sagen, dass die FPÖ alles und jeden verteufelt, keinen einzigen
vernünftigen Gegenvorschlag präsentiert und uns klarzumachen versucht, dass
sowohl die Ausländer als auch die Sanktionen gegen den Kriegsverbrecher Putin für
diverse Krisen verantwortlich sind.
Genaugenommen
sollte man annehmen, dass eine politische Partei mit einer derart schwachen
Performance keine Existenzberechtigung hat. Und trotzdem fährt die FPÖ einen fulminanten
Wahlerfolg nach dem anderen ein. Stellt sich die Frage, gibt es in dem Land
wirklich so viele Nazis und / oder Idioten? Nein, ProtestwählerInnen lasse ich
nicht gelten. Wenn mir in einem Lokal der Wein nicht schmeckt, gehe ich ja auch
nicht aus Protest auf die Toilette und saufe aus der Klomuschel.
Aber
vielleicht sollten die anderen Parteien, allen voran die SPÖ einmal darüber
nachdenken, warum sie toter ist als der Wiener Zentralfriedhof. Warum Probleme
nicht aufgegriffen und Lösungsvorschläge angeboten werden. Ach ja, vielleicht
denkt man in der Löwelstrasse auch einmal darüber nach, jene Personen, die nach
außen hin kommunizieren einen Kommunikations- bzw. NLP-Kurs zu gönnen.
Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner ist schließlich Kampf. Und wenn
der Gegner mit dem Bihänder zum Duell kommt, werde ich mit dem Buttermesser ziemlich
alt aussehen.
In diesem
Sinne, liebe SPÖ, Freundschaft und wacht endlich auf.